"Bis ins 3. und 4. Glied..."
Friedberg, GermanyJugendliche brauchen für ihre Entwicklung Orientierung und gelten von daher oft als leicht beeinflussbar. In der Zeit des Nationalsozialismus suchte das Regime Zugang zu den Jugendlichen über die Jugendorganisationen Hitlerjugend (HJ) und der Bund Deutscher Mädel (BDM), und auch heute gibt es Jugendorganisationen mit autoritären Strukturen, die auf Jugendliche anziehend wirken. Andere Jugendliche wiederum versuchen, sich explizit von vorgegebenen Werten und Normen abzugrenzen und unabhängig davon zu leben.
Was sind die spezifischen Anforderungen an diese Entwicklungsphase und was macht die besondere psychische Labilität in dieser Phase aus? Welche psycho- und soziodynamischen Prozesse sind dafür verantwortlich, wenn Jugendliche sich stark zu radikalen Ideen hingezogen fühlen?
Im Blick auf die Erzählungen der eigenen Eltern und Großeltern sowie eigene biographische Erfahrungen wollen wir der Frage nachgehen, welche Bedeutung radikales Gedankengut und entsprechende Jugendorganisationen für Jugendliche haben können.
Ziel des Studientages ist es, die Dynamik von jugendlicher Ideologiebildung genauer zu analysieren, ihre Relevanz für die Beratungs- und Seelsorgearbeit zu reflektieren und dabei Anregungen für das eigene Handeln zu gewinnen.
Der Studientag findet am 8. Oktober 2009 (9:00-17:00) im Zentrum Seelsorge und Beratung in Friedberg statt.
Kontakt:
Irene Holstein, Zentrum Seelsorge und Beratung
Kaiserstr. 2
61169 Friedberg
Tel: +49 (06031) 16 29 50
Weitere Informationen: www.zentrum-oekumene-ekhn.de



